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Oberelvenich ist mit etwa 300 Einwohnern einer der kleinsten Orte im Stadtgebiet Zülpich.

Zülpich - wiederum - gehört zum Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen.

Das Dorf liegt in der Rheinischen Tiefebene. Das umgebende Land wird als Zülpicher Börde bezeichnet. Es ist ein flacher, kaum bewaldeter Landstrich mit Landwirtschaft auf einem satten Lößboden.

Durch Oberelvenich fließt der Rotbach.

Früher gehörte der Ort zu einem Schloss, von dem heute nur noch der Vorhof vorhanden ist. Dort befindet sich nun die Biohof Haus Bollheim.

Albiniacum / Albinich

Der Name Elvenich geht wohl auf den römischen Namen "Albinus" zurück. Was wir hierzu wissen, haben wir zusammengetragen. Erst viel später wurde "weiter unten am Rotbach" Nieder-Elvenich um das Haus Busch herum gegründet.

Zur Unterscheidung bekam der damalige Ort Elvenich den Namenszusatz "Oberelvenich".

Archäologische Funde bestätigen, dass in Oberelvenich („Albiniacum“) zur römischen Zeit eine befestigte Anlage existierte, die Teil des Schutzringes um Tolbiacum (Zülpich) war. Hierzu gehörten gut ein Dutzend Orte, deren Namen heute auf „-ich“ enden. Die Befestigungen waren Selbstversorger, vermutlich mit Wirtschaftshöfen.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Albinich/Albiniacum erfolgte in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 855 mit beiden Schreibweisen.

Der Ort lag im späten Mittelalter im Spannungsfeld der Herzoge von Jülich und dem Erzbistum Köln und wechselte im 15. Jhd. aus Kölner Besitz an die Herzöge von Jülich. Seitdem gab es eine enge Symbiose zwischen dem Dorf und Schloss Bollheim, welches eine Unterherrschaft des Herzogtums war. Das Schloss stand an Stelle einer älteren Burg. Es wurde 1882 abgerissen. Das Adelsgeschlecht von Hompesch stellten mit Ferdinand v. Hompesch zu Bollheim den letzten Großmeister des Malteserordens.

Vom Schloss sind Teile der Vorburg erhalten. Diese sind Bestandteil des Biohofs Haus Bollheim. Die imposante Eichenallee war Zugang zum Schloss.

Eine Öl- und eine Kornmühle verarbeiteten die Güter der Fronhöfe.

Die Saalkirche St.Matthias, das Pfarrhaus und ein Schulgebäude bildeten neben einem Burghaus den Ortskern. Ein Siechhaus wurde nach Oberelvenich ausgelagert.

Zwischen 1895 und 1959 verlief nördlich des Ortes die Kreisbahn („de Flutsch“). Das ehemalige Bahnhofsgebäude und Toilettenhäuschen stehen noch nördlich der L162.


Ortslage

Die heutige Siedlungsform nördlich des Rotbachs geht auf die Lage früherer Fronhöfe zurück. Diese lagen hauptsächlich an der heutigen Kellerhofstraße. Sie verband die an den jeweiligen Ortsrändern liegende Korn- und Ölmühle.
Die Hauptverkehrsachse verlief bis ins 19. Jhd. hierzu rechtwinklig entlang der heutigen Bollheimer Straße. Sie traf auf die alte Krönungsstraße Aachen-Frankfurt.
Südlich zieht sich die Rotbachniederung, ein Naturschutzgebiet, mit Sumpfwiesen hin. Früher gab es hier Mager- und Obstwiesen entlang des Rotbachs, der mäanderförmig durch ein Sumpfgebiet floss. 

Tranchot-Karte

Impressionen

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Alle Bilder, sofern nicht anders beschriftet von Bernd Pesch.