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Albinus und Elvenich

Der Matronenstein (Peter Simon, 1937)

In römischer Zeit

Wenn es um Zülpich geht, gibt es einen hochinteressanten Zusammenhang mit Tolbiacum, dem Hof des Tolbios. Später entwickelte sich aus dem -acum das -ich, was wiederum für "der Hof von..." steht. So wollte man in der nachrömischen Zeit die alten Namenskonventionen auslöschen und durch keltische Bedeutungen ersetzen. dies galt nicht nur für Zülpich selbst, sondern auch für die umgebenden Höfe, wie beispielsweise Elvenich.

In römischer Zeit war das Zentrum Zülpich von einem Dutzend Höfe als Schutzring und zur Versorgung versehen. Wer die Orte um Zülpich herum durchzählt, die auch "-ich" enden, bekommt man dieses Dutzend zusammen. Hierbei darf man "Nieder-Elvenich" nicht mitzählen, weil es viele Jahrhunderte nach (Ober-)Elvenich gegründet wurde. Hierbei wurde die Namenskonvention von Elvenich übernommen. Es war das Elvenich, welches "weiter unten" am Rotbach lag.

Der Name "Elvenich" wiederum wird auf den Personennamen "Albinus" zurückgeführt, der aus verschiedenen Inschriften hier schon aus römischer Zeit bekannt ist. Schuermann führte aus, dass er in der Nähe des Ortes eine Inschrift mit dem Namen "Claudius Albinus" gefunden hat. Der Name "Albinuas Januaris" fand sie wiederum auf dem Henkel eines Weinkruges.

Vermutlich ging aus dem Hof des Albinus später das "Elvenich" hervor. Verschiedene Quellen (beispielsweise R. Gissinger in seiner Geschichte der Stadt Euskirchen) gehen davon aus, dass eine Ansiedlung oder ein Hof bereits in vorchristlicher Zeit hier zu fniden war. Weitergehende Belege sind allerdings rar.

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