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Burg Elvenich

Eine Burg im Sumpf ohne Spuren

Diese Seite stellt informativ und ohne wissenschaftlichen Anspruch einen Auszug aus unserem Wissen über Oberelvenich zusammen.

Wir verzichten bewusst auf korrekte Zitationen, legen bei Bedarf aber gerne unsere Quellen offen.

In Elvenich, dem heutigen Oberelvenich, stand vor dem Schloss Bollheim eine weitere Burg. Über diese Sumpfburg Elvenich ist kaum etwas bekannt. Wahrscheinlich stand sie neben der damaligen Ölmühle. Als Sumpfburg wurde kein Wassergraben zur Verteidigung genutzt, sondern die bereits existierende Sumpflandschaft belassen.


Im 11. Jhd. dominierten zunächst hölzerne Burgen die Landschaften. Erst langsam wurden die hölzernen Konstruktionen durch Steinburgen ersetzt. Auch gab es unzählige befestigte Höfe, die in erster Linie gegen umherstreunende Diebe gesichert waren. Derartige Burghäuser waren oft nicht mit besonderen Titeln und Lehen verbunden.


Der Übergang von einem Hof zu einer Burg war fließend.


Es bleibt zu vermuten, dass die Burg Elvenich nicht besonders ausgebaut und befestigt war. Spuren von der Burg sind nicht mehr zu sehen.

Zwar ist die Fehde mit Hilger von Langenau im benachbarten Lüssen bekannt, aber von kriegerischen Auseinandersetzungen um die Burg ist nichts überliefert.


1166 urkundeten die Adeligen Arnold und Rembert von Elvenich. Sie werden sich nach dem gleichnamigen Adelssitz benannt haben. Das Adelsgeschlecht wird noch im 14. Jahrhundert genannt. 1399 wird die Burg als Besitz des Knappen Rabodo von Gymnich erwähnt, als er versuchte, die Burg mit Vorburg, Gräben und Befestigungen dem Erzbischof von Köln zum Offenhaus anzutragen. Rabodo befand sich gerade in einer Fehde mit einem Nachbarn, Hilger von Langenau auf Lüssem. Seine Erben verkauften 1419 das Anwesen an Rolmann von Geisbusch. Danach wird die Burg nie wieder genannt.


1331

Die Burg Bollheim, in der sumpfigen Aue des Rotbaches gelegen, wird 1331 erstmalig (als Burg) erwähnt. Damit lag die Burg nahe an der ehemaligen und wichtigen Römerstraße von Reims nach Köln (Agrippastraße Trier - Köln).

In den ersten Erwähnung lautetete der Name "Boylheim".


1341

Der Ritter Godart von Boylheim (nach heutiger Lesart und anderen Quellen: Gottfried von Bollheim) erscheint 1341 unter dem Namen der Burg im Register des Erzbischofs Walram von Köln. Er wurde bereits ab 1339 als Eigentümer des Hofes Frauenberg geführt.

1362 wird er Knappe auf Lebenszeit, Vasall der Stadt Köln.

Quellen:

Harald Herzog: Burgen und Schlösser, Geschichte und Typologie der Adelssitze im Kreis Euskirchen. Rheinland-Verlag, Köln 1989, ISBN 3-7927-1226-1

Peter Simon: Geschichte der Jülischen Unterherrschaft Bollheim, Köln, 1907

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